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Interview mit Viggo Mortensen – über Corona, Trump und sein Regiedebüt “Falling”

Szene aus “Falling”: Willis mit seinem Sohn John; Foto: Perceval Pictures

Viggo Mortensens Regiedebüt “Falling” ist einer jener Filme, dessen Kinostart in den Corona-Lockdown fiel. Der Termin musste immer wieder verschoben werden: Aktuell soll das Vater-Sohn-Drama des dänisch-amerikanischen Schauspiel-Stars am 12. August 2021 in die Lichtspielhäuser kommen. Deshalb kann ich jetzt endlich mein Interview dazu online stellen, das ich am 22. Oktober 2020 in Berlin geführt habe.

Zweimal will jemand Viggo Mortensen während des Interviews unterbrechen – einmal ich, einmal die Pressefrau –, zweimal fährt er einem über den Mund, um zu Ende zu führen, was er sagen wollte. Fast hatte man vergessen, dass er auch diese Seite hat. Die Corona-Maske verbirgt nämlich die harten Linien seines Gesichts – die spitze Nase, das eckige Kinn, die langen Gruben links und rechts seiner meist zusammengepressten Lippen. Und sein Blick – sein ganzer Habitus – ist voller Ruhe, Überlegtheit, Nonchalance, Verbindlichkeit, Freundlichkeit und Wärme. 

Aber man hat keine Wahl. Man muss versuchen, Mortensen aus dem Rhythmus zu bringen. Sonst handelt er einfach nach eigenem Gutdünken ein Thema nach dem anderen ab, ohne dass man die Chance gehabt hätte, eigene Schwerpunkte zu setzen.

Ich würde ihn zum Beispiel gerne fragen, was es mit dem Anhänger auf sich hat, den er über seinem Sweatshirt trägt. Es ist eine schlichte, runde Plakette, auf der gut lesbar “story.” steht. Verweist sie darauf, wie wichtig es ist, Geschichten wie “Falling” zu erzählen – Mortensens Regiedebüt, über das es hier heute zu reden gilt?

Seit er auf Roten Teppichen steht – seit seinem Durchbruch als Aragorn im Fantasy-Epos “Herr der Ringe” –, trägt er Anhänger zur Schau. Mit den langen Dreharbeiten auf Neuseeland verbindet ihn ein Hei Matau – ein stilisierter Angelhaken der Māori. Danach sah man ihn oft mit einer Plakette, die auf der Vorderseite das Wappen des argentinischen Fußballvereins San Lorenzo zeigte, auf der Rückseite das Emblem des kanadischen Eishockeyclubs Canadiers de Montréal. Später sah man ihn eine Zeit lang mit dem Thor-Hammer den er als Aussteiger Ben in “Captain Fantastic” getragen hatte. 

Die Anhänger zeigen nicht nur, was für verschiedenartige Rollen er bislang spielte – in “Easter Promises” und “Green Book” trägt er ja sogar noch weiteren Halsschmuck –, sondern auch, wie vielfältig seine Herkunft ist: Vater Däne, Mutter Amerikanerin, Kindheit in Argentinien, Venezuela, Dänemark und Schweden. Dann USA und zwei Jahre Europa – England, Spanien und wieder Dänemark. 

Mortensen. Der Vielfältige. Der nicht nur ein halbes Dutzend Sprachen spricht, sondern auch weitaus mehr Künste beherrscht als lediglich die mimische: In seinem Verlag Perceval Press veröffentlicht er eigene Fotos, Gedichte und Musik-CDs. Und mit “Falling” hat er jetzt ein Drehbuch geschrieben und einen Film gedreht.

Eine Story – so wie auf seinem Anhänger. Vielleicht die Geschichte seines Lebens? Die Frage, wie viel Autobiografisches im Drehbuch zur Vater-Sohn-Geschichte “Falling” steckt, scheint mir zu abgedroschen, um sie zu stellen. Kein Künstler schafft nur aus sich selbst heraus – und keiner ganz außerhalb seinerselbst. Außerdem hat er die Frage in den bisher erschienenen Interviews bereits zig Mal beantwortet. Ja, Erinnerungen an seinen Vater haben ihn zu dem Film inspiriert. Aber nein, er ist nicht autobiografisch.

Das wäre auch schwer möglich: Mortensen spielt nämlich den schwulen Piloten John Petersen, der mit seinem Partner Eric (Terry Chen) und einer adoptierten Tochter in Los Angeles lebt. Sein Vater Willis (Lance Henriksen) hat bislang allein auf der kleinen, einsamen Farm gelebt, auf der John aufgewachsen ist. Langsam wird er dafür aber zu alt. Körperliches Gebrechen und zunehmende Demenz führen dazu, dass John und seine Schwester Sarah (Laura Linney) ihn zu sich nach Kalifornien holen wollen, um ihn in ihrer Nähe unterzubringen.

Dabei stoßen zwei Welten aufeinander: die liberale der kosmopolitischen Kinder und die konservative des rückwärtsgewandten Vaters. Er beschimpft seinen Sohn als “Schwuchtel” und Frauen generell als “Huren” – und doch verweigert sich der Film allzu einfacher Gegenüberstellungen. Die Charaktere sind so komplex und widersprüchlich wie das echte Leben, und am Ende des Films bleibt vieles unaufgelöst.

“Falling” ist ein poetischer Film, der viel mit Landschaft und Stimmung arbeitet. Ein Film wie die Männer, die Mortensen spielt. Wie sein Blick. Ein Schillern zwischen Traum und Wirklichkeit.

Herr Mortensen, ist das in Ihrer Hand ein iPhone? Bis zuletzt beschieden Sie sich doch mit einem uralten Knochen von 2003!

Viggo Mortensen: Ich hab’s gerade erst bekommen und lerne noch, wie es funktioniert. Bei den meisten Sachen weiß ich nicht, wie sie gehen. Aber ich weiß, wie man Fotos schießt. Normalerweise fotografiere ich ja mit meiner Analogkamera. Aber mittlerweile benutze ich dazu auch das iPhone. Das ist jetzt, wo ich durch Europa toure, um meinen Film “Falling” zu bewerben, einfacher. 

Was fotografieren Sie?

Mortensen: Ich führe eine Art Tagebuch, in dem ich mit Bildern und Texten festhalte, was in jedem Land und in jeder Stadt passiert. Heute Morgen – es war ein schöner Morgen – bin ich zum Beispiel früh aufgestanden und hab’ draußen ein paar nette Fotos gemacht. 

Es ist hier in Berlin gerade sehr leer. 

Mortensen: Ja, überall. Es ist fast wie im Krieg. Als hätte jemand gerade eine Neutronenbombe abgeworfen – oder eine Bombe, die zwar Menschen tötet, aber nicht alle, und die Überlebenden tragen Masken und sind vorsichtig. Man spürt, dass Angst in der Luft liegt. Aber noch keine panische. Es gibt weniger Verkehr wegen der Lockdowns, Teil-Lockdowns und Sperrstunden. In Berlin, Paris und Barcelona lässt sich leichter Autofahren. In Brüssel bin ich am Morgen meiner Abreise gegen 10 Uhr noch mal auf den Grand-Place – normalerweise einer der vollsten Europas. Ich war alleine! Es war bizarr.

Mortensen ist ein guter Erzähler – mit einer Stimme so warm wie sein Wesen. Eine perfekte Hörbuchstimme. Barcelona spricht er katalanisch aus mit einem C, das wie ein scharfes S klingt; Grand-Place intoniert er betont französisch.

Vorgestern Sind sie 62 geworden. Herzlichen Glückwunsch nachträglich! 

Mortensen: (hastig) Dankeschön. 

Wenn Sie gerade so viel unterwegs sind: Wo haben Sie Ihren Geburtstag denn verbracht? 

Mortensen: Ich bin von Brüssel nach Berlin gefahren – im Regen.

Oh, nein! 

Mortensen: Achteinhalb Stunden. Ich nutze die Zeit, die ich fahre, zum Nachdenken. Mir sind viele Ideen für die nächste Geschichte gekommen, die ich erzählen will. 

Ihr nächster Film? 

Mortensen: Ja, ja. 

Sprechen wir über Ihren aktuellen Film. Sie sind jetzt nicht mehr nur Schauspieler, sondern auch Drehbuchautor und Regisseur. Abgesehen davon sind Sie aber noch anderweitig künstlerisch tätig: Sie fotografieren, malen, dichten, komponieren. Ist “Falling” das Opus Magnum, in dem Sie endlich all das zusammenführen konnten?  

Mortensen: Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Aber: ja. Irgendwie: ja. Vielleicht.

Einerseits ist “Falling” eine sehr persönliche Geschichte über eine Vater-Sohn-Beziehung, andererseits geht es um etwas Globaleres: die Fly-over-Staaten gegen die elitären Küsten, die Trump-Wähler gegen das liberale Amerika … 

Mortensen: Da ist was Wahres dran. Als ich die Geschichte geschrieben hab, kandidierte Trump schon um das Amt des Präsidenten. Und ich dachte: Ob er nun gewinnt oder nicht – er treibt die Polarisierung voran. Dann rückte der Drehbeginn näher, und er war längst US-Präsident. Ich wollte den Film aber nicht während seiner Präsidentschaft spielen lassen, weil man sonst ununterbrochen denselben Vergleich wie Sie gemacht hätte. Ich wollte aber, dass man sich eher auf die Familie konzentriert. Deshalb spielt er jetzt 2009, kurz nach der Wahl von Barack Obama. 

In der Familie spiegelt sich allerdings schon damals die heutige Polarisierung der Gesellschaft.

Mortensen: Klar. Und es ist genau so wie mit den zerschnittenen Familienbanden: Die Erinnerung daran, wie die Dinge einst waren, als noch eine Verbindung zwischen Vater und Sohn bestand, hilft ihnen, die Wunden der Gegenwart zu heilen und einen Weg zu finden, sich wieder zu verbinden. Das ist jedenfalls die Hoffnung. Den Dialog aufrecht zu erhalten – auch wenn im Film vor allem ein Charakter auf die Kommunikation pocht und der andere nicht will. Aber am Ende sind sie miteinander verbunden. Und eine der Hauptverbindungen besteht in der Erinnerung an die Mutter. Für mich bleibt sie das Gewissen der Geschichte, auch wenn man die ganze Zeit diesen beiden Typen zuschaut. 

Heute, mehr als elf Jahre später, scheint die amerikanische Gesellschaft so polarisiert wie lange nicht.

Mortensen: Wenn ich von der Polarisierung der Gesellschaft spreche, meine ich nicht nur die USA. Ich meine Deutschland, ich meine Europa, alles. Das ist die andere Pandemie, die schon genauso lange grassiert, wie es die Menschheit gibt. Aber es besteht immer Hoffnung – wie im Kampf gegen jede Pandemie. Es gibt ja immer ein Quantum an Krankheit. Im Augenblick ist es halt sehr groß. Und die Angst vor Leuten, die anders sind, und das Fehlen von Kommunikation: Das sind normalerweise Probleme, die hier unten rangieren, sich aber jetzt gerade hier oben abspielen – auf demselben Niveau wie Covid-19. Ich hoffe, dass wir – vor allem in den USA – den Schaden und die Schmerzen heilen können, die der Zivilisation und Demokratie nicht nur durch Trump zugefügt worden sind, sondern durch eine ganze Gruppe von Leuten. Indem wir uns daran erinnern, was Demokratie sein kann – trotz ihrer Unvollkommenheit. Gestern Abend hat Obama eine unglaubliche Rede gehalten, ohne Notizen. Er hat ganz klar gemacht, was möglich ist. Dass es nur schrittweise geht. Dass jeder kleine Schritt einen Unterschied macht.

Und wenn keiner einen Schritt macht?

Mortensen: Wenn man nicht miteinander spricht, wenn man eine Beziehung beendet wie Willis in “Falling” mit seinem Sohn John, wenn man sagt: “Ich sprech’ nicht mehr mit dir” – und das ist verständlich, weil vieles so weh tut –, dann gibt es keinen Fortschritt. Das ist, wie wenn man als Bürger*in sagt: “Ich habe so die Schnauze voll von Politiker*innen, ich gehe nicht wählen.” Nun, dann kann man sich auch nicht wirklich über die Regierung beschweren. Und wenn man Beziehungen beendet, gibt es keine Möglichkeit mehr zur Veränderung, zur Verbindung. Nur wenn man insistiert wie John – “Ich werde es trotzdem versuchen” –, kann es funktionieren.

Eine Polarisierung gibt es auch in Ihren Leben. Sie sind höchst zivilisiert, sprechen viele Sprachen, sind vielseitiger Künstler und viel herumgekommen. Dennoch zieht es Sie immer wieder in die Einöde. Natur, Landschaft, Prärie, “Pampa”, Anti-Zivilisation und Americana-Idylle spielen in Ihren Gedichten, auf Ihren Fotos und in Ihrem Film “Falling” eine wichtige Rolle. Wonach suchen Sie im Wilden Westen, in der ungezähmten, archaischen Welt außerhalb von uns? 

Mortensen: Ich weiß nicht, ob es schizophren klingt, aber ich schwanke diesbezüglich wirklich. Während einem der Lockdowns in der Pandemie schneite es zuerst, dann regnete es, und draußen, vor unserem Fenster, in der Stadt, war es extrem ruhig, weil sich niemand auf der Straße befand. Tiere merken so was sehr schnell. Deshalb waren da plötzlich viel mehr Eichhörnchen und Vögel – selbst große Vögel wie Adler, die man in der Stadt normalerweise nicht sieht. Ich verbrachte viel Zeit in warmer Kleidung am offenen Fenster. Das hatte ich vermisst: mich in die Natur zu begeben. Sobald wir wieder aus dem Haus gehen durften, besuchte ich als erstes einige Parks. Und als wir die Stadt wieder verlassen konnten, fuhr ich in die Berge, in die Wälder, ans Meer. Ja, ich vermisse die Natur. Sie ist wichtig für mich – auch visuell. Ich bin da hin- und hergerissen. Aber Stadt und Natur sind keine Konkurrenten. Auch in der Stadt gibt es Dinge, die mich faszinieren. Meistens haben sie mit Kultur, Architektur und menschlichem Verhalten zu tun.

Aber ist nicht gerade diese Anti-Zivilisation, dieses Biotop der Rednecks, ein Ort, der Rassismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit hervorbringt, Menschen wie Willis in “Falling”, Trump-Wähler … Leute, die Kunst wie die Ihre meist nicht mögen? 

Mortensen: Ich würde da nicht pauschalisieren. Das mach’ ich auch im Film nicht. Da ist zum Beispiel jemand wie Gwen, die zwar vom Land kommt, aber ihren Horizont erweitert hat und über eine offenere Weltsicht verfügt als ihr Ehemann Willis. Farmer sind nicht alle gleich, und Städter sind nicht alle gleich. Allgemein existiert sicherlich eine Spannung zwischen Stadt und Land – die hat es immer gegeben. Auf dem Land wählen mehr Leute konservativ als in der Stadt. Aber es gibt beiderorts ein wenig von beidem. Auch weil viele ihre ländliche Heimat verlassen, um in der Stadt zu arbeiten.

Das würde Willis nie einfallen.

Mortensen: Er ist ein Konservativer im klassischen Sinne. Er will nicht, dass sich die Dinge ändern. Und das ist Teil seines Problems. Unter anderem deshalb funktioniert seine Beziehung mit Gwen nicht. Weil er nicht nur nicht offen dafür ist, sondern er es als bedrohlich empfindet, dass Menschen sich verändern und weiterentwickeln. Er selbst ist dazu nicht in der Lage. Sein Standpunkt ist: “Ich bin und bleibe immer derselbe. Die Leute haben sich mir anzupassen. Ich werde mich nicht an Gwen anpassen. Warum hört sie klassische Musik? Warum will sie Malen lernen? Warum ist mein Sohn schwul? Ich finde das nicht in Ordnung. Ich will, dass alles so bleibt, wie es ist. Ich will es konservieren.”

Wie hat der Schreibprozess an der Familien-Geschichte “Falling” Ihren Blick auf Ihre eigene Familie verändert?

Mortensen: Ich habe viel mehr an sie gedacht. Selbst im Wohnwagen beim Dreh hingen viele Fotos von meiner Mutter, meinem Vater, meinen Brüdern und mir in verschiedenem Alter. Das ist für gewöhnlich nicht meine Art. Aber sie haben mich inspiriert. Und dann fingen Schauspieler*innen an, mir Fotos von ihrer Familie zu bringen. Und ohne sie darum gebeten zu haben, erzählten sie mir ihre Geschichten. “Das erinnert mich an meinen Onkel”, “Das erinnert mich an meinen Großvater, meine Großmutter”, “Mir ist einmal Folgendes passiert …”. Spannungen, Konflikte, Streit, Probleme. Unsere Geschichte, die sehr speziell ist mit ihrer sehr spezifischen fiktiven Familie, schien sich im Team wiederzufinden, das die Geschichte gerade machte. Wir fühlten uns miteinander verbunden – wie eine große Familie. Und dasselbe Gefühl, dieselbe Verbindung gibt es mit dem Publikum in Nordamerika und Europa. Auch wenn die Geschichte erfunden ist: Für viele Leute, die den Film gesehen haben, scheint sie Wahres zu enthalten.

Sie sind mit dem renommierten Regisseur David Cronenberg befreundet. Wie fand er Ihr Regiedebüt? Er hat darin ja sogar eine kleine Rolle! Normalerweise stehen Sie bei Ihm vor der Kamera – zuletzt im C.-G.-Jung-Drama “Eine dunkle Begierde”.

Mortensen: David mochte das Drehbuch, und ich sagte: “Ich will dich nicht um einen Gefallen bitten. Aber es gibt da eine Rolle, die perfekt zu dir passt, und ich wollte dich fragen, ob du sie spielen würdest.” Er sagte zu, kam, es war schön, und als der Film fertig war und er ihn gesehen hatte, sagte er: “Gut gemacht! Ich muss zugeben, du hast mich überrascht – mit deinem Denkprozess, der Art, wie du den Film zusammengesetzt hast …” Er wiederum hat mich mit seinem Roman “Verzehrt” überrascht. Damals hatte er gerade Probleme, Geld für einen Film zu finden – was ich nicht verstehe –, und seine Frau war krank. Also fing er an, dieses Buch zu schreiben. Es ist extrem verdichtet, so wie zehn seiner Filme in einem. Es geht um Technologie, Körper, Intrige – eine seltsame, sehr komplexe Film-noir-mäßige Geschichte. Man könnte daraus eine tolle TV-Serie machen. 

Wie muss man sich Ihre Freundschaft vorstellen?

Mortensen: Normalerweise besuche ich ihn in seinem Haus, und wir haben dort eine gute Zeit miteinander. Oder, wenn er – was selten passiert – nach Europa kommt, weil ihm ein Preis verliehen wird, such’ ich ihn auf, und wir haben eine Ausrede, an einem Ort zusammenzutreffen, der nicht sein Haus ist oder meins. Einer der Gründe, warum wir Freunde sind, ist, dass wir gemeinsame Interessen haben. Wir sprechen über Bücher und über Filme, die gerade herausgekommen sind. Aber auch über alte Filme, Geschichte sowie politische Ereignisse in den USA, in Kanada und in der ganzen Welt.

Worüber haben Sie zuletzt mit ihm geredet? 

Mortensen: Ich weiß nicht mehr, ob wir miteinander telefoniert oder uns E-Mails geschrieben haben, aber wir sprachen über ein Projekt, an dem er gerade schreibt und für das er versucht, Geld aufzutreiben. Wenn es klappt, machen wir das zusammen.

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