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Kindle Paperwhite: Lieferzeiten wie in der DDR

Einer meiner Vorsätze fürs neue Jahr: mehr E-Books lesen. Und da das auf ’nem E-Book-Reader besser geht als auf ’nem Smartphone, habe ich mir heute ein Kindle Paperwhite bestellt.

„Wenn ich schnell genug bin, halt ich’s morgen schon in der Hand“, dachte ich mir und wollte mich durch den Bestellvorgang klicken. Aber dann blieb ich an einer amazon-gelben Zeile hängen:

Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 7 Wochen.

WTF?! „In 5 bis 7 Wochen“?! Und dann auch noch „gewöhnlich“?! Das ist gleichbedeutend mit einmal Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von vorne bis hinten durchlesen. Das ist der Zeitraum, den die Bibel mit „Ewigkeit“ meint. Unermesslich. Das verwindet kein Mensch.

Wie kann so was passieren, heute, im Hochgeschwindigkeitszeitalter, in dem alles immer überall sofort konsumierbar ist? Vier mögliche Antworten:

  1. Amazon fügt sich dem allgemeinen Trend zur Entschleunigung
  2. Amazon hat alle Kindle Paperwhites zu Weihnachten rausgehauen und muss erst noch neue herstellen
  3. Amazon will den Kindle Paperwhite durch künstliche Verknappung begehrenswerter machen
  4. Amazon produziert den Kindle Paperwhite nur on demand, weil die Nachfrage so gering ist

Oder Amazon ist einfach nur zynisch. Warum sonst steht auf derselbenWebseite im aufgeschlagenen Kindle Paperwhite „Vier Jahre später“?

Update 1

Ich habe gerade mit der freundlichen Amazon-Mitarbeiterin Karen R. gechattet und sie gefragt, warum der Kindle Paperwhite so lange Lieferzeiten hat. Sie war sehr freundlich, irgendwann hat sie unseren netten Plausch aber einfach beendet. Hier ihre Antworten:

Update 2

Jetzt hat mir Amazon auch eine E-Mail geschrieben. Mitarbeiterin Sabine K. wünscht mir einen guten Abend und klärt mich auf. Ich glaub ihr natürlich kein Wort:

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