Unser täglich Wiki (2): Kevinismus.

http://de.uncyclopedia.org/wiki/Kevinismus

Zugegeben: Erstens handelt sich um keinen Wiki-Artikel sondern um einen von Uncyclopedia; zweitens gibt’s den Artikel dort schon seit mehr als drei Jahren, so dass das Ganze nicht sonderlich neu ist – und mittlerweile ja auch von allen möglichen und unmöglichen Gazetten aufgegriffen wurde.

Aber: Irgendwie bin ich letztens noch einmal über den Artikel gestolpert, habe mich gefreut, dass jemand sich so ausgiebig mit dem Thema – Kevinismus/Chantalismus – beschäftigt hat und konnte euch dies nicht vorenthalten.

Gut: dass die Autoren sich nicht auf kleingeistiges Unterschichten-Bashing beschränken, sondern auch gegen die ach-so-überlegene Mittelschicht sticheln:

In der Mittelschicht sind zwei gegenläufige Strömungen auszumachen: der Retronomizismus, bei dem altmodische Namen wie Johanna, Wilhelm, Friederike, aber auch Ezechiel und Zacharias bevorzugt werden. Diese Strömung ist eher im bildungsbürgerlichen Umfeld angesiedelt. Seit im Jahre 1973 die flächendeckende Verteilung eines schwedischen Möbel-Kataloges eingeführt wurde, ist verstärkt auch der Ikeasmus zu beobachten; in der weniger pädagogennahen Mittelschicht heißen die Kinder überwiegend wie Ikea-Regale: Tjark, Torge, Geske, Kjell, Arved, Jondalar, Ole, Jette, Bjarne, Thees, Frigga, Tomte, Mella, Björk, Lasse, Mika, Torben, Sören, Malte und Knut.

Was meinen eigenen Vornamen angeht, hat eine intensive Google-Recherche zutage gefördert, dass leider auch ich einem Modenamen zum Opfer gefallen bin. Auf beliebte-vornamen.de heißt es nämlich: “Manuel war einer der beliebtesten Vornamen in den 1980er Jahren.” Mamma, Papa: Vielen Dank.

English abstract: The supermanuel-cathegorie Our Daily Wiki features noteworthy articles of the online-encyclopedia Wikipedia. Well, this time it’s not from Wiki but from Uncyclopedia and deals with a German phenomenom called Kevinism. Very difficult to explain, but, simplyfied and generalized: Especially in lower classes of the German society people tend to give their children pseudo-exotic english and frensh names, e.g. Kevin and Chantal. At the same time it seems as if certain German middle classes named their children after shelves made by IKEA – e.g. Tomte and Jette. If there is anything similar in your country, please tell us!

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