Plan B: Hiphop trägt jetzt Anzug

Die große Zeit des Hiphop scheint vorbei, zumal in Deutschland. Symptome: BRAVO-Rap-Kombos wie die Fantas und die Fetten Brote machen seit Jahren Pop, Max Herre und Dendemann sind zu Singer/Songwriter/Rockern geworden, Toni L und Jan Delay soulen und funken. Unübersehbar ist dabei der Trend zum Anzug. Hiphop wollte immer schon auch stilvoll sein, und während so mancher Sprechgesangsveteran seine Nostalgie noch in übergroßer Klamotte zur Schau stellt, haben andere verstanden, dass der Wind sich gedreht hat und die Zeit gekommen ist, einen Gang höher zu schalten. Wir leben im Zeitalter des Anzug-Hiphops – derselbe Inhalt as usual in einer anderen, auf den jeweiligen Leib geschneiderten Verpackung.

Das hat auch Plan B erkannt, der 2006 noch als Eminem Englands gefeiert wurde. Nach seinem damaligen Debut-Album Who Needs Actions When You Got Words hat er jetzt eine Soul-Scheibe fabriziert, die aus dem schrillen Einheitsbrei der Gegenwart durch große stilistische Vielfalt, hohe musikalische Qualität und ein überzeugendes Gesamtkonzept hervorsticht: The Defamation of Strickland Banks.

Wie koherent Plan B dabei vorgeht, zeigen seine ersten drei Video-Clips, die nahtlos ineinander greifen und den Anfang der melodramatischen Strickland-Banks-Story erzählen:

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